Konfliktintervention

Wenn irgendwo gestritten wird, so muss das nicht unbedingt negativ sein, auch wenn es sich so „anfühlt”. Es gibt nämlich auch notwendige Konflikte, deren Bearbeitung einen ebenfalls notwendigen Lernprozess zur Folge hat.
Allerdings sind viele „Streitereien” auf Fehler zurückzuführen, die man hätte vermeiden können – vorausgesetzt, man kennt den Unterschied zwischen notwendigen Konflikten und „Pannen”, der zweiten Art von Konfliktsituationen.
Der erste Schritt einer Konfliktintervention besteht somit immer darin, die Pannen von den notwendigen Konflikten zu unterscheiden. Pannen müssen „repariert” und in Zukunft vermieden werden.
Notwendige Konflikte hingegen müssen ausgetragen und so in das System integriert werden, dass sie in Zukunft „gepflegt” werden und daher für die Weiterentwicklung der Organisation förderlich sind.
Gerade diese Art von Konflikten kann sinnvoller Weise von jemandem betreut werden, der selbst nicht daran beteiligt ist. Ich biete solche Begleitungen seit vielen Jahren erfolgreich an. In meinem Buch „Konfliktmanagement” (Gabler Verlag, 8. Auflage 2010) habe ich im 5. Kapitel (S. 317-336) die zumeist notwendige Vorgangsweise beschrieben:

Im Vorfeld werden Interviews mit allen Beteiligten (sozusagen allen „Konfliktparteien”) geführt. Das Ergebnis ist eine Diagnose, wo vor allem der Kern des Konflikts herausgearbeitet wird.
Dann schlage ich eine Intervention vor – z. B. weitere Gespräche mit den Konfliktparteien, einen Workshop, Konfrontation der Beteiligten (Mediation) etc.
Die „Lösung” besteht dann zumeist aus neuen Arrangements, die dazu führen, dass der Konflikt (im Idealfall) als Entwicklungsphase genützt werden kann, etwa um die internen Kommunikationsstrukturen zu verbessern.
Meine Spezialität besteht darin, den oft notwendigen, immer aber hilfreichen Humor nicht zu kurz kommen zu lassen. Wenn man die Alternative hat, sich zwischen Lachen und Weinen entscheiden zu können, ist ersteres zu bevorzugen.

Aufwand:
sehr unterschiedlich (je nach Konflikt und Größe des Systems)
Analysegespräche und Diagnose, Workshop 1 – 2 Tage

Konfliktintervention
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