Archaische Muster

SEMINARINHALT UND -ZIEL

Ob die Neandertaler zu unseren Vorfahren zählen, ist als Frage noch offen. Da aber alle heute lebenden Menschen von Vorfahren abstammen, die mindestens das zeugungsfähige Alter erreicht haben müssen, geht die Kette der Evolution weit zurück. Die Zeit, in der unsere Vorfahren in der Steinzeit aber schon mit der uns heute verfügbaren Gehirn- und Nervenorganisation gelebt haben, ist im Vergleich zur Zeit der Zivilisation sehr lang. Dabei haben sich viele Verhaltensmuster entwickelt, die heute oft nicht mehr so brauchbar sind wie früher. So etwa Aggressions- und Fluchtverhalten oder Rituale der Vitalfunktionen, z. B. Nahrungsaufnahme und –abgabe als bestimmte Szenen, über die der moderne Zivilisationsmensch gelegentlich stolpert.

 

So sind etwa die Zeitbeschleunigung und Raumverengung klassische Anlässe für Konflikte: ob Schreibtisch, Größe oder Lage des Zimmers, Teppiche, Vorhänge oder Dienstwagen, allenthalben rasten archaische Muster in der Gefühlswelt des homo sapiens von heute ein und treiben dort ihr Unwesen. Viele Menschen greifen sich dann an den Kopf und denken sich (oder sprechen es aus) „irrationales Verhalten“. Man kann dagegen nicht argumentieren.

 

Wenn man diese Muster aber versteht, kann man besser damit umgehen und – gelegentlich – sogar erfolgreich intervenieren. So etwa muss man sich nicht durch Fluchtverhalten zum Opfer machen lassen oder durch ungeschicktes Verhalten zum Außenseiter. Man kann im Ranking auch erfolgreich sein ohne die Alpha-Position zu imitieren und aus einer unangenehmen Situation wieder herauskommen, indem man „den Spieß umdreht“.

 

Welche archaischen Muster welchen Sinn hatten und heute noch haben, wird bei diesem Seminar erarbeitet. Dabei erfahren Sie auch praktische Interventionsmöglichkeiten. Normalerweise stehen auch Manager fassungslos vor den irrationalen Prozessen der archaischen Muster.

 

Dauer: 2,5 Tage

Ort: geeignete Seminarorte

TeilnehmerInnenanzahl: Klausur 8 bis 30